Projektbeirat traf sich in Hermannsfeld

HERMANNSFELD. Der Projektbeirat „Familienwanderwege in der Thüringer Rhön“ traf am 6. August 2018 im Jagdschloss Fasanerie des Rhönblickortes Hermannsfeld im Landkreis Schmalkalden-Meiningen. Vertreter der beiden Landkreise der Thüringer Rhön sowie weitere Beiratsmitglieder befassten sich zum 3. Mal im Rahmen einer Beiratssitzung mit der Entwicklung qualitativ hochwertiger Familienwanderwege. Im Anschluss gab es eine geführte Wanderung auf dem idyllischen Naturlehrpfad „Johann Matthäus Bechstein“.

Anke Franz begrüßte die Teilnehmer und informierte im Namen des Projektträgers Wartburgkreis zum allgemeinen Planungsstand. Die bisherigen Wegedaten mit Karte und erster Einschätzung zur Zertifizierbarkeit stellte Katharina Ernst vom beauftragten Planungsbüro WSLplan vor.

In den vergangenen Wochen waren Vertreter des Projektbeirates aktiv, um die eingereichten Wegevorschläge künftiger Wegepaten genauer unter die Lupe zu nehmen. Insgesamt 13 Wegevorschläge wurden aufgenommen und stehen jetzt zur Disposition.

Nicht alle Wege werden den hohen Anforderungen des Deutschen Wanderverbandes hinsichtlich einer Zertifizierung gerecht werden können. Trotzdem sind die Touristiker überzeugt, ein ansprechendes Wege-Paket für Familien zu schnüren, welches Abwechslung bietet und Lust auf mehr „Familienspaß“ und „Komfortwandern“ macht.

Rhönforum-Geschäftsführerin Regina Filler ergänzte den Bericht mit den Ideen in der Gemeinde Metzels. Sie gab ebenfalls eine kurze Zusammenfassung der Exkursion zum Familienweg Eddis Edersee Erlebnistour, welche den Teilnehmern gute Anregungen zur Gestaltung der Thüringer Wege bot.

Nach Festlegung der Wegeverläufe werden nun Träger öffentlicher Belange hinsichtlich der Eignung befragt. Jens Loesch vom ThüringenForst konnte etwas beruhigen. Nach seiner Einschätzung verläuft der Hauptteil der geplanten Touren auf bereits genehmigten Wegen und vor allem im Offenland. Er empfiehlt auch die Besichtigung eines Weges bei Oberweißbach, der durch ThüringenForst unterstützt wird.

Als Symbol der Zusammengehörigkeit der Wege soll das Projektthema „Die Rhön – Wanderwelt Nr. 1 – für KLEINE und große Wanderschuhe“ umgesetzt werden. Geplant sind u.a. Eingangsstelen für alle Wege.

Liegebänke, Wegetafeln als auch kinderfreundlich gestaltete Rastplätze sowie naturnahe Spielelemente sind ebenfalls vorgesehen.

Die Markierung der Qualitätswanderwege sollte sich an dem rhönweiten System orientieren, so Wegekoordinator Thomas Lemke. Detlef Schulz von der Stadt Bad Salzungen gab den guten Tipp, auch an Ersatzschilder und -schellen sowie an einfach zu nutzende Vorlagen zu denken. Regelmäßig wird Wegeinfrastruktur zerstört, dann müssen die Kommunen schnell handeln.

Heidi Brandt, Sachbereichsverantwortliche Tourismus / Kulturentwicklung im Landratsamt Wartburgkreis, plant, das gesamte Projekt in Outdooractive aufzunehmen. Zum einen wird dadurch die Pflegbarkeit, aber auch die öffentliche Bewerbung unterstützt.
Bevor jedoch die erste Infrastruktur installiert wird, sind Verträge mit den jeweiligen Wegepaten oder auch den Kommunen bzw. den Rhönklubzweigvereinen zur Pflege und Instandhaltung der Wege und Wegeinfrastruktur abzuschließen, damit die entsprechende Nachhaltigkeit des Projektes gesichert ist.

Nach der Sitzung in den herzoglichen Räumen des Jagdschlosses gab es eine geführte Wanderung auf dem idyllischen Naturlehrpfad „Johann Matthäus Bechstein“ mit Olaf Storandt. Die Teilnehmer der Wanderung bescheinigten dem Weg ein gutes touristisches Potential: abwechslungsreiche Wege ohne Steigungen, 2 Tiergehege, eine Vielfalt von Baumarten etc. sowie engagierte Partner wie den Förderverein Naturerlebnispark Fasanerie e.V. und die Forstbetriebsgemeinschaft Hermannsfeld, welche ebenfalls durch die Einheitsgemeinde Rhönblick unterstützt werden.

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