Wanderhütten: Hümpfershäuser Hütte, Hümpfershausen

"Hier weht der Rhönwind die Sorgen fort"

Der Blick? Wie gemalt. Einfach traumhaft. Das finden auch die kleinen Rotschwänzchen, die lautstark nach Futter schreien. Ihr Nest liegt geschützt unter dem Dach der Hümpfershäuser Hütte. Dort, wo die Wanderer auf der Terrasse sitzen und die herrliche Aussicht in vollen Zügen genießen. Ungetrübt  liegt der Thüringer Wald ihnen zu Füßen vom Pleß bei Breitungen bis zu den Gleichbergen bei Römhild können sie dem Inselsberg und Dolmar gegenüber entgegen winken. Kein Wunder, dass es die Besucher aus der weiten Region hierhin zieht. Hier ist die Ursprünglichkeit spürbar, die reine Natur der Rhöner Landschaft sichtbar. Ein wenig zurückgezogen, als wollte sie dem Wanderer nicht im Wege stehen, liegt die Hütte am Waldesrand, dort, wo die Bäume genügend Schatten bieten. Bei schönem Wetter drängt es nach draußen, wo reichlich Sitzgelegenheiten bereit stehen. Einige Schritte weiter tritt der Wanderer aus dem Schutz des Waldes unter freien Himmel. Unübersehbar thront die riesige freistehende Linde, die von einem Ring aus Basaltsteinen umgeben ist,  wenige Meter neben ihm. Jetzt eine Picknickdecke im Gepäck zu haben, ist an diesem schönen Fleckchen Erde mehr als ratsam. Die große Wiese bietet genügend Platz. Nebenan können die Kinder auf dem neuen Spielgerät der Rhöner Keltenwelt nach Herzenslust klettern, das im Auftrag des Rhönforums an dieser Stelle entstanden ist.

Auf 652 Metern liegt die Wanderhütte am Hahnberg, oberhalb der Ortschaften Friedelshausen und Hümpfershausen. Einst als herzogliche Jagdhütte genutzt, wurde sie in den 1990er Jahren so umgebaut, wie sie heute anzutreffen ist. 35 Besucher finden drinnen einen gemütlichen Sitzplatz am Kamin. Eine Etage höher kann übernachtet werden. Dafür sind zwei Zimmer eingerichtet, die 15 Schlafgästen ein Lager bieten. Ideal also für Wandergruppen, die in der Hütte unterkommen möchten. An den Sonntagen von März bis Oktober ist geöffnet. Für die Verpflegung der Besucher mit selbstgebackenem Kuchen, Bockwürsten und Getränken sorgen die Mitglieder des Sport-, Bleich-, Rassegeflügelzucht und Brieftaubenvereins sowie Privatpersonen aus Hümpfershausen, die diesen liebreizenden Ort sehr schätzen.

Viele Menschen kommen regelmäßig zur Hümpfershäuser Hütte, um hier die Stille und den traumhaften Ausblick zu genießen. Besonders beliebt, dafür weniger ruhig, geht es an Himmelfahrt zu. Mit mehr als 1000 Besuchern in jedem Jahr wird hier oben ein wahres Volksfest gefeiert, egal bei welchem Wetter. Aus allen Richtungen kommen die Gäste, wandern über die Extratour des Vorderrhöners oder den Vier-Hütten-Rundwanderweg 2, der in Kaltenlengsfeld beginnt. Von der Roßhofhütte, der Turmuhrenklause auf dem Amönenhof und der Rhön-Brise aus ist die Hümpfershäuser Hütte wunderbar zu erreichen. Ebenso mit dem Auto von Hümpfershausen. Der Wanderweg von dort ist recht steil und dauert zirka eine Stunde. Ebenerdig und schattig hingegen ist der Weg oberhalb von Kaltenlengsfeld. Einen Wanderparkplatz gibt es an der Zigeunerhecke. Von dort ist der Wanderer eine dreiviertel Stunde unterwegs. Diese Strecke ist auch für Kinder gut geeignet. Wer dann aus dem Wald heraustritt, noch bevor die Wanderhütte zu sehen ist, wird von dem überraschenden Ausblick festgehalten. So ging es auch Walter Herder aus Schmalkalden, der in seinem Gedicht über dieses Fleckchen Erde geschrieben hat: „Ziehst Du hinunter dann ins Tal – weißt Du, das ist nicht das letzte Mal, Du hier geweilt, an diesem Ort – wo der Rhönwind weht die Sorgen fort!“.

Text/Fotos: Katja Schramm

 

Kurzum: Hümpfershäuser Hütte

März bis Oktober

sonntags ab 10 Uhr

 

Kontakt:

Manfred Kümpel

Bürgermeister Hümpfershausen

Telefon: 036940/ 50326

Mobil: 0175/ 4170815

Rhönforum e.V. - Verein für Regionalentwicklung und Tourismus Thüringer Rhön

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Stand: 10.06.2010